Austausch und Montage von Stirnbrettern

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How to

Für die Montage und den Austausch von Stirnbrettern bietet Heering langlebige und wartungsarme Lösungen aus Keralit und Unipanel sowie Hartschaum-Dachrandpaneele. Diese drei Materialien verfügen alle über ihre eigenen Details und Möglichkeiten.

Keralit ist sowohl in qualitativer als auch ästhetischer Hinsicht ein hochwertiges Material. Stirnbretter können aus einem Keralit-Dachrandpaneel gefertigt werden, das in Breiten von 200 bis 350 mm und einer Länge von sechs Metern erhältlich ist. Keralit muss immer auf einer belüfteten Unterkonstruktion montiert werden. Diese besteht vorzugsweise aus behandelten Holzlatten von mindestens 20 x 38 mm, die mit einem Mittenabstand von 300 mm montiert werden. An der Ober- und Unterseite ist ein Belüftungsraum von 20 cm2 pro Laufmeter erforderlich. Bei Stirnbrettern wird diese Unterkonstruktion natürlich in Längsrichtung des Stirnbretts montiert. Die Belüftung gewährleisten Sie, indem Sie ausreichend große Schlitze im Holz anbringen.

Keralit-Basisprofil

An der untersten Latte montieren Sie ein Basisprofil. Dieses ist in zwei Ausführungen erhältlich, je nachdem, ob ein Dachüberstand vorhanden ist. Das Keralit-Dachrandpaneel wird in das Basisprofil eingerastet und anschließend an der Oberseite festgeschraubt. Durch eine Verschraubung hinter den Ortgangziegeln bleibt die Befestigung unsichtbar.

Da die Stirnkanten von Keralit offen sind, sollte dem Anschluss an die Dachrinne besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, um einen ästhetisch sauberen Abschluss zu erreichen. Die beste Lösung dafür ist, die Dachrinne über den Dachüberstand hinausragen zu lassen. So kann das Stirnbrett über der Dachrinne enden, wodurch auch das Wasser sauber in die Rinne abfließt. Eine andere Lösung besteht darin, das Keralit-Dachrandpaneel mit einem H-Profil an das vordere Stirnbrett der Dachrinne anzuschließen.

Unipanel bietet Freiheit

Stirnbretter können auch hervorragend durch Unipanel ersetzt werden. Dabei handelt es sich um ein homogenes Material, dass sich wie Holz bearbeiten und detaillieren lässt. Damit ist es auch für die Herstellung von Zierstirnbrettern geeignet, die wie in früheren Zeiten mit Schnitzereien versehen sind.

Paneele von Unipanel können bei größeren Längen anhand einer Überblattung verbunden werden, oder indem sie auf einer mit EPDM behandelte Latte angebracht werden. Dabei sind einige Millimeter Zwischenraum erforderlich, um die thermische Verformung aufzufangen. Unipanel ist weiß und benötigt grundsätzlich keine weitere Behandlung. Es ist jedoch ratsam, gefräste oder gesägte Kanten mit Unipanel-Sealer zu behandeln, um das Anhaften von Schmutz zu verhindern.

 

Befestigung von Unipanel

Unipanel wird an einer belüfteten Unterkonstruktion mit einem Mittenabstand von maximal 400 mm montiert. Sie befestigen die Paneele mit rostfreien Stahlnägeln, Schrauben, durch Verkleben mit dem Bostik PanelTacksystem oder mit dem speziellen Unipanel-Befestigungssystem. Bei letzterem System werden die Schrauben mit einem speziellen Schraubbit bis genau 6 mm unter die Oberfläche eingeschraubt. Das Schraubloch wird mit Kappen abgedeckt, die bündig mit der Oberfläche abschließen. Die Befestigung ist dadurch praktisch unsichtbar. Bei dieser Befestigungsmethode, wie auch beim Verkleben, muss Unipanel nicht weiter bearbeitet werden. Bei einer Verwendung von Nägeln oder Schrauben können Sie die Löcher mit Holzkitt füllen und danach abschleifen und streichen. Unipanel kann mit hellen Farben in den richtigen Farbsystemen gestrichen werden.

Hartschaum-Dachrandpaneele

Eine einfache und saubere Lösung für das Ersetzen oder Montieren von Stirnbrettern bieten die Hartschaum-Dachrandpaneele von Deeplas. Dabei handelt es sich um L-förmige Paneele, deren Unterseite auf der Verkleidung des Dachüberstands zu liegen kommt. Dadurch entsteht ein sauberer Anschluss des Stirnbretts an den Überstand. Auch diese Hartschaum-Dachrandpaneele sollten vorzugsweise auf einer belüfteten Unterkonstruktion montiert werden. Sie können die Paneele an der Unterseite schrauben, oder alternativ an der Oberseite, wobei die Schrauben unter den Ortgangziegeln verborgen sind.